1. Versenden Sie keine unerwünschten Nachrichten!
Die wichtigste Regel ganz zu Beginn: Versenden Sie Ihre Newsletter niemals an Personen, die Ihnen gegenüber kein explizites Einverständnis zum Empfang Ihrer Nachrichten abgegeben haben, oder mit denen Sie in keinerlei Geschäftsbeziehungen stehen!
Sie riskieren unter Umständen eine (kostenpflichtige) Unterlassungsklage, denn der unangeforderte Versand von eMails stellt einen Eingriff in das "Persönlichkeitsrecht einer Privatperson", oder in den "geordneten Geschäftsbetrieb" einer jurstistischen Person dar.
Das Einverständnis zum Empfang Ihrer Nachrichten holen Sie z. B. per Double-Opt-In auf Ihrer WebSite ein, oder schriftlich bei Bestellungen, Ausstellungen etc. Risikolos versenden Sie Ihre Nachrichten an Empfänger, mit denen Sie bereits in geschäftlichen Beziehungen stehen - allerdings nur bis zum Widerruf des jeweiligen Empfängers!
2. Setzen Sie auf Qualität statt auf Quantität
Senden Sie Ihre Informationen nur an diejenige Zielgruppe, die vermutlich auch Bedarf an Ihren Nachrichten hat.
Es ist besser und erfolgreicher, vielleicht nur an 1000 ausgewählte Abonnenten aus Ihrer Zielgruppe zu schreiben, statt an mehrere 10.000 zu streuen.
Sie haben keinen Vorteil, wenn sich der Empfänger über Ihre Nachricht ärgert, oder nichts mit dieser anfangen kann und sie ungelesen löscht.
3. Teilen Sie Ursprung und Herkunft der eMail-Adresse mit
Erklären Sie kurz (am besten zu Beginn des Newsletters) wie die Adresse in Ihren Verteiler gelangte und warum Sie den Empfänger anschreiben.
Beispiele: "Sie erhalten diese Nachricht, weil Sie sich in den Newsletter-Verteiler auf unserer WebSite eingetragen haben..." oder "Durch Ihre Teilnahme an unserem Gewinnspiel haben Sie Ihr Einverständnis zum Empfang unseres Newsletters abgegeben".
Gerade bei Newslettern, die vielleicht nur sporadisch versendet werden, vergisst ein Empfänger schon mal, dass er sich für den Empfang in der Vergangenheit angemeldet hat und wird sich durch diese "Erinnerung" sicherlich nicht belästigt fühlen.
4. Üben Sie Transparenz
Steigern Sie das Vertrauen in Ihren Informationsdienst und Ihre Firma, indem Sie Ihrer Nachricht ein vollständiges Impressum beifügen - idealerweise auch einen persönlichen Ansprechpartner.
5. Erleichtern Sie die Abbestellung (Opt-Out)
Jeder Newsletter-Empfänger wird es Ihnen danken, wenn er die Möglichkeit erhält, sich schnell und unkompliziert aus Ihrem Verteiler austragen zu können. Verzichten Sie daher nicht auf eine kurze Erläuterung (zu Beginn oder am Ende Ihrer Nachricht), wie man den Newsletter abbestellen kann.
Nutzen Sie den individuellen Abmeldelink unseres Systems, indem Sie den Platzhalter Ihrer Nachricht hinzufügen.
Bei Text-Newslettern z. B. in der Art:
Wenn Sie unseren Newsletter künftig nicht mehr erhalten möchten, so klicken Sie bitte auf diesen Hyperlink:
[abmeldelink]
Sie erhalten sodann keine Nachrichten mehr von uns.
Bei HTML-Newslettern z. B. in der Art:
Wenn Sie unseren Newsletter künftig nicht mehr erhalten möchten, so klicken Sie bitte
hier.
Sie erhalten sodann keine Nachrichten mehr von uns.
6. Reagieren Sie auf Feedback
Ihr Newsletter wird mit einer Absende-Adresse versendet. Empfänger Ihres Newsletters werden in der Regel auf "Antworten" im eMail-Programm klicken um mit Ihnen in Kontakt zu treten. Stellen Sie daher sicher, dass alle Nachrichten an Ihre Absende-Adresse regelmäßig gelesen und beantwortet werden - es könnte sich z. B. um eine Bestellung handeln!
Aber auch negatives Feedback sollten Sie unbedingt erst nehmen. Sollte sich ein Empfänger durch Ihre Zusendung belästigt fühlen, so entfernen Sie seine Adresse am besten umgehend in der Abonnentenverwaltung und teilen Sie ihm freundlich mit, dass Sie die Verägerung bedauern und er künftig keine Nachcrichten mehr von Ihnen erhält.
7. Verzichten Sie auf die Verwendung von JavaScript und/oder Cookies in Ihrem HTML-Newsletter
Abgesehen davon, dass viele eMail-Programme oder Firewall-Systeme solche Technologien filtern und gar nicht ausführen, erzeugen einige Programme Warn- oder Fehlermeldungen, sobald JavaScript/Cookies ausgeführt werden sollen. Die Empfänger werden dann nur noch wenig Vertrauen in Ihren Informationsdienst haben.
8. Vorsicht bei HTML-eMails
Nicht alle eMail-Programme können HTML-eMails darstellen. So z. B. das immer noch verbreitete eMail-Programm von T-Online bis einschliesslich der Version 3.0, sowie ältere Versionen der AOL-Zugangssoftware. Verwenden Sie unbedingt den alternativen Nachrichtentext, der ausschliesslich ASCII-Text beinhalten darf. Viele eMail-Programme werden diesen anzeigen, wenn HTML nicht dargestellt werden kann.
Leider gibt es aber auch hier einige Ausnahmen, nämlich vorwiegend ältere Programme, die sich nicht an den sogenannten "Multipart"-Standard halten.
Bedenken Sie bitte auch, dass Referenzen auf Grafikdateien (auf Ihrem Webserver) bei einigen Empfängern nicht dargestellt werden können, wenn diese z. B. zwar einen eMail-, aber keinen Internet-Zugang verwenden. Achten Sie also darauf, dass die Kernaussagen Ihrer HTML-Nachricht aus Text bestehen, man die Nachricht also auch vollständig versteht, wenn man die Bilder/Fotos/Grafiken nicht sehen kann. Verwenden Sie zusätzlich zu jeder Grafik den ALT-Parameter im
![]()
-Tag, mit dem man jeder Grafik einen alternativen Text zuweisen kann, der anstatt der Grafik angezeigt wird.
9. Bieten Sie einen Mehrwert!
Langweilige Nachrichten erreichen uns jeden Tag.
Heben Sie sich und Ihre Informationen aus der Masse hervor, indem Sie einen echten Mehrwert bieten, z. B. vergünstigte Angebote nur für Newsletter-Empfänger, oder Informationen, die man nur in Ihrem Newsletter erhält.
Erkennt der Empfänger die Vorteile des Nachrichten-Abos, wird er sicherlich lange zufriedener Empfänger bleiben und sich bereits auf die nächste Ausgabe freuen.
10. Verwenden Sie eine aussagekräftige Überschrift/Betreffzeile
In einem eMail-Postfach landen jeden Tag oft unzählige Nachrichten. Häufig werden gar nicht alle eMails vom Empfänger gelesen. Vielmehr entscheiden viele User anhand der Betreffzeile, ob die Nachricht interessant genug erscheint gelesen zu werden, oder ob diese ungelesen gelöscht wird.
Vermeiden Sie nichtssagende Überschriften wie z. B. "Newsletter #4711 vom 01.01.2001" - ein möglicherweise interessanter Inhalt lässt sich mit dieser Überschrift nicht erkennen, die Folge könnte sein, dass die Mail ungelesen gelöscht wird.
Stellen Sie stattdessen lieber kurz und prägnant die Highlights, oder das Hauptthema Ihres Newsletters heraus, z. B. "Günstige Angebote für den Ski-Urlaub" oder "Neues Feature für Ihre Software - jetzt kostenlos updaten".